Die Zietenhusaren - Rathenow - Geschichte und Geschichten - Ulanensäbel

Ulanensäbel umgeändertes Muster
Mannschaftssäbel mit gekürzter französischer Beuteklinge

Eingeführt im Jahr 1873, auf ausdrücklichem Wunsch der Ulanenregimenter, die als Seitenwaffe wieder einen einfachen Bügelsäbel wollten, anstatt den damals aktuellen Kavalleriesäbel M52. Für die Klingen wurden anfangs die im Krieg 1870/71 erbeuteten französischen Säbel der leichten Kavallerie M 1822 herangezogen, später dann in Solingen neu gefertigt. Das Gefäß ist ähnlich dem Artilleriesäbel n/A, allerdings fehlen die Parierlappen.

Diese Beuteklinge wurde 1873 ins preußische Militär eingegliedert und entsprechend gestempelt. Die ursprüngliche Scheide war mit 2 beweglichen Trageringen versehen (eingekürzte Scheide des französischen KS M22). Die jetzige Scheide mit einem feststehenden Tragering ist irgendwann nach 1890 zum Säbel hinzugekommen und entsprechend gleichgestempelt. Diese widerum verwahrte vordem einen anderen Ulanensäbel und hat den ehemaligen und unkenntlich gemachten Stempel eines Ulanenregimentes über den aktuellen Truppenstempel zu stehen. Literaturhinweis: Gerd Maier "Preußische Blankwaffen" Teil V, Seite 831 bis 854

Gefäß Terzseite

Gefäß Quartseite, mit Truppenstempel

Stempel auf der Fehlschärfe der Klinge

Quartseite
preußische Abnahme "W 73"
und Superrevisorstempel

Terzseite
französische, weißgeschlagene
Abnahmemarken "W" und "T"

gleichlautende Truppenstempel
auf Parierstange und Scheide
R.I.M.33.
21.
(33. Reserve Infanterie Munitionskolonne Waffe Nr. 21)

auf der Scheide gelöschter Truppenstempel
eines Ulanen-Regimentes und weitere
diverse kleine Stempel

links neben der Mundblechschraube: Z T
rechts neben der Mundblechschraube:
 1 E

auf der Parierstangenunterseite
ein R und eine 28

Klinge "à la Montmorency", mit beidseitiger Hohlbahn und Rückenzug.
Herstellerinschrift auf dem Klingenrücken (ausgeschrieben!):
"Manufacture d' Royal de Chatellerault Janvier 1836"
Innerhalb der französischen Inschrift ein preußischer Revisorstempel (überkrönte Majuskel).

Gesamtlänge 940 mm
Säbellänge 861 mm
Klingenlänge 714 mm
Klingenbreite 31,8 mm
Klingenstärke 10,6 mm

   

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