Die Zietenhusaren - Rathenow - Geschichte und Geschichten - Prinz Ernst August

Ernst August von Hannover

III. Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Prinz von Hannover
*17. 11 1887       +30.01.1953

S. Kgl. Hoheit Herzog Ernst August war durch A.K.O. vom 24.5. (Anm.: 1913) unter Beförderung zum Rittmeister zum Eskadronschef im Zieten-Husaren-Regiment ernannt. Das Regiment hatte die große Freude, daß das hohe Paar seinen Wohnsitz in Rathenow nahm. Es traf am 14.7. in Rathenow ein. Am folgenden Tage übergab der Kommandeur Sr. Kgl. Hoheit die Führung der 4. Eskadron.
Quelle: Die Zietenhusaren, Regimentsgeschichte Berlin 1930
Gleich nach der Verlobung der Prinzessin Viktoria Luise stellte seine Majestät der Kaiser seinen Schwiegersohn, den Prinzen Ernst August, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, als Oberleutnant, jetzt Rittmeister, im Husarenregiment von Zieten (Brandenburgischen) Nr. 3 an, welche das fürstliche Brautpaar schon in Berlin eingeholt hatte. Mit diesem Akte ist eine Familienverbindung mit dem Regimente wieder hergestellt worden, die in ihren ersten Anfängen gerade 90 Jahre zurückliegt. In treuester Waffenbrüderschaft hatten in den Befreiungskriegen preußische, englische und hannoversche Truppen gefochten, und in Erinnerung an die gemeinsamen Waffentaten wurde im Jahre 1823 der erste englische Prinz, Herzog Ernst August von Cumberland, zum Chef des damaligen 3. Husarenregiments ernannt. Als 1837 König Wilhelm IV. von England starb, wurde er König von Hannover, das bis dahin in Personalunion mit England gestanden. Dort bestieg seine Nichte Viktoria den Thron; in Hannover war aber eine weibliche Erbfolge nicht möglich. Vielfach hat der hohe Chef Gelegenheit genommen, das Regiment dem Könige vorzuführen und es wiederholt in seiner Garnison aufgesucht. Als König Ernst August am 18. November 1851 starb, folgte ihm sein Sohn, der Großvater des jetzigen kaiserlichen Schwiegersohnes, als Georg V. auf den Thron und wurde gleichfalls Chef des Regiments. Zum hundertjährigen Gedenktage der Schlacht von Torgau hatte König Wilhelm I. am 3. November 1860 den aus dem „Zieten-schen Leibhusarenregiment hervorgegangenen Brandenburgischen Husaren wieder den Namen seines ersten Chefs beigelegt. Nach dem Tode König Georgs V. am 12. Juni 1878 wurde Prinz Friedrich Carl Chef desselben. Schon seit dem Jahre 1863 war er à la suite des Regiments gestellt worden; er hatte in drei ruhmreichen Feldzügen die Uniform des Regimentes getragen und war als „roter Prinz“ der Schrecken der Feinde geworden. Sein Schwiegersohn, der englische Herzog Artur von Connaught, zweiter Sohn der Königin Viktoria von England, wurde à la suite des Regiments gestellt und bei dem Tode des Prinzen Friedrich Karl, 15. Juni 1885, der Chef desselben.
Quelle: Jahrbuch des Deutschen Krieger-Bundes von 1914
Übergabe der 4. Eskadron an S. K. H. den Herzog Ernst August (links)
durch Oberstleutnant v. Baumbach (rechts) am 15. 7. 1913
 
An der Spitze seiner Eskadron
Vielen Dank Herrn Nils von Drathen für die Bereitstellung dieser Abbildung.
 
Die Prinzenvilla
in Rathenow
Heim des Paares während Ernst Augusts Dienst bei den Zietenhusaren.
Das Gebäude wurde nach dem Krieg zerstört. Nur die beiden Figurinen vom Balkon wurden gerettet und blieben bis heute erhalten.





 
Bild unten freundlichts zur Verfügung gestellt von Christiane Teschauer-Selzer und Rolf Selzer.
 
Anmarsch der 4. Eskadron zur Aufstellung am Bahnhof aus Anlaß der Abfahrt des Herzogs Ernst August zur Übernahme der Regierungsgeschäfte in Braunschweig,
am 3.11.1913.
5 bekannte Rennreiter der Zietenhusaren:
Rittmeister v. Sydow (Besitzer von "Forefather"), rechts von ihm, auf dem Bilde links vom Beschauer, Oberleutnant von Baumbach, rechts von der Standarte Prinz Heinrich XLII Reuß j. L., links Leutnant v. de. Osten, im Zuge Leutnant v. Keller (Champion der Herrenreiter 1907)
 
 
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