Zietenhusaren, Rathenow und preußische Blankwaffen - Japan

Wakizashi

Kurzschwert, wahrscheinlich Edo

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Die Maße der Klinge (ohne Habaki)
Nagasa: 452 mm
Nakago: 120 mm
Motohaba: 28,4 mm
Sakihaba: 22,5 mm
Motogasane: 5,5 mm
Sakigasane: 4,4 mm
Sori: 12 mm
Gewicht: 395 g


Shin-gunto / Showa-to

Japanisches Offiziersschwert, aus der Zeit vor 1945.

 

Gesamtlänge

990 mm

Schwertlänge

940 mm

Klingenlänge bis Tsuba

690 mm

Klingenbreite am Habaki

33 mm

Klingenstärke am Habaki

 6 mm

Inschrift auf der Schwertangel:  BISHU JU MASAYASU
Übersetzt heißt das in etwa: Masayasu (Name des Schmiedes) Ju (wohnhaft in) Bishu (Name der Provinz) 
Masayasu war lizensierter Schwertschmied der Armee (Rikugun-jumei Tôshô) und gewann einmal einen Preis beim Wettbewerb des sogenannten "Förderverein für Guntô-Kunstschwerter" (Rikugun-guntô gijutsu-shôreikai).

Teile der Griffmontierung:
Links und rechts: die seppas (Unterlegscheiben)
Mitte: tsuba (Stichblatt)

fuchi (Griffzwinge) mit dem Loch für den Drücker und einer 4eckigen Aussparung für die Schließe:

   

kabuto-gane (Griffkappe/Knauf) mit sarute aus Stoff:

Griffwicklung mit untergelegtes menuki (Griffzierrat) und Verknotung der Griffwicklung:

                       

Haltepflog aus Bambus, mit dem man den Griff an die Klinge befestigt, in dem man ihn durch das nakago-ana schiebt: 
                                            

nakago (Schwertangel) mit mei (Inschrift) und nakago-ana (Loch für den Bambuspflog):

Scheidenbeschläge:

seki-gane                                                      ishi-zuki
  

kuchi-gane
  

chiyokan

 


Shin-Gunto für Offiziere, Typ 3

Spät im Jahr 1944 gefertigt. Die verwendeten Materialien sind, gegenüber denen bei der Herstellung eines "ursprünglichen" Shin Gunto, viel einfacher. Das bisher verwendete Messing wurde durch Eisen ersetzt. Die Tsuba besteht aus einer unverzierten Eisenplatte. Die Same (Griffbelag unter der Wicklung) ist aus Plastik, einer Rochenhaut nur nachempfundenen. Die Klingen sind vom Schmied mit Hilfe eines durch Wasserkraft oder elektrisch angetriebenem Hammer gefertigt. Alle oben genannten Unterschiede zur messingmontierten Variante (außer die Fertigungsweise der Klinge) werden nicht als Notmaßnahmen angesehen, sondern als Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Waffe im Dienst. Man wollte Brüche des weicheren Messings vermeiden und die hier zu sehende Form der Griffwicklung sollte ein Verrutschen derselben vermindern. So jedenfalls die Begründung aus japanischer Sicht. Schwert und Scheide werden durch eine Klinke zusammengehalten. Die Angel (Nakago) ist beidseitig signiert. Ein Arsenalstempel wurde nicht angebracht. Gehalten wurde die Tsuka (der Griff) an der Angel mit zwei Dübeln (Bambuspflöcke). Das sollte eine Verbesserung der Nutzbarkeit der Waffe darstellen. Die einzelnen Teile wurden mit Seriennummern gestempelt, wie hier, im letzten Foto gezeigt, die Platte der Fuchi (Zwinge).

Gesamtlänge

988 mm

Schwertlänge

956 mm

Klingenlänge bis Tsuba

660 mm

Klingenbreite am Habaki

32,5 mm

Klingenstärke am Habaki

 7 mm

Kanemune Showa 19-nen 12-gatsu
(Dezember 1944)

 


Shin Guntō für Unteroffiziere Type 95

Tragezeit 2. Weltkrieg. Ganzmetallgriff (Tsuka) aus Aluminium. Das erste Modell wurde mit einem Griff gänzlich aus Kupfer hergestellt. Die beim Offiziersschwert aus verschiedenen Materialien hergestellten Griffteile sind beim Unteroffiziersschwert nur farblich abgesetzt. Die nachempfundene Griffwicklung wurde braun, und die im Griffmetall eingeschlossenen Menuki Gold lackiert. Die Tsuba ist aus Messing, deren äußere Form ist der des Offiziersschwertes sehr ähnlich, die dem Griff und der Klinge zugeneigten Seiten aber schlichter gehalten. Die Klingen dieser Waffen wurden ausschließlich maschinell hergestellt. Sie haben beidseitig eine Hohlkehle, Bo-Hi genannt.

Zwischen Tsuka und Tsuba befindet sich, neben einer Seppa (Unterlegscheibe), die Fuchi (Zwinge). Diese ist aus Kupfer und hat drei Stempel. Der Stempel rechts, welcher aussieht wie eine Blüte mit drei Blütenblätter, ist die Marke des Kokura-Armeearsenal (1940-1945). Der linke Stempel ist die Inspektionsmarke. Die gleichlautenden Zahlen auf Klinge und Scheide sind Seriennummern, nur für den Zusammenbau gedacht. Die Ganzmetallscheide europäischer Bauart hat einen Tragering. Der Schlepper ist asymetrisch. Außer der oben erwähnten Seriennummer befindet sich keine weitere Stempelung. Schwert und Scheide sind mittels einer Klinke verbunden, die nach dem Einrasten mit Federkraft beide Teile vor ungewolltem Auseinandergehen schützt.

Gesamtlänge

965 mm

Schwertlänge

922 mm

Klingenlänge bis Tsuba

669 mm

Klingenbreite am Habaki

29,4 mm

Klingenstärke am Habaki

 7 mm

   

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