Die Zietenhusaren - Rathenow - Geschichte und Geschichten - Fragwürdiges
Zur Vorstellung kommt hier ein Kavalleriesäbel, der einem Blüchersäbel sehr ähnlich sieht und nach den Beschreibungen im Buch "Der Blücher-Säbel" eine Exportwaffe sein könnte. Da keinerlei Stempel vorhanden sind, spricht auch nichts dagegen.

In einem Internetforum wurde von einen identischen Säbel als nordberliner Bodenfund berichtet, wodurch die Überlegung aufkam, ob dieser Säbel nicht doch in deutschen/preußischen Diensten gestanden haben könnte. Auf eine Nachfrage an den Autor des oben angeführten Fachbuches, Herrn Claus P. Stefanski, erhielt ich folgende aufschlußreiche Antwort:
Solange keine Truppenstempel oder sonstigen Kennzeichen auf der Waffe zu identifizieren sind, kann man die Waffe nicht eindeutig z. B. Preußen zuschreiben. Damit schließe ich nicht aus, daß solch ein Säbel in Preußen, z. B. von einem Einjährig Freiwilligen als privat angeschaffte Waffe, geführt worden ist. Es fehlt aber der abschließende Beweis!
Der Säbel unterscheidet sich vor allem auch im Gewicht. Der herkömmliche Blüchersäbel (oben im Bild 1) wiegt insgesamt 2205 Gramm, die hier vorgestellte Waffe dagegen nur 1337 Gramm.
Alle Teile sind kleiner Dimensioniert.

Die Maße

Gesamtlänge

962 mm

Säbellänge

927 mm

Klingenlänge

802 mm

Klingenbreite

36,5 mm

Klingenstärke

8 mm


vergleichende Fotos - gegenüber einem 1831er Blüchersäbel
Im nachfolgenden Bild oben das Schlagstück des hier besprochenen Säbels.
Im nachfolgenden Bild unten die Klingenspitze des hier besprochenen Säbels.
Links im nachfolgenden Bild, das Mundblech des leichteren Säbels.
Die hervorstechensten Unterschiede der Gefäße. Diese farbig markiert.
Fotos vom erwähnten nordberliner Bodenfund
Die Bilder des Bodenfund-Säbel zeigen einigermaßen gut, daß die Proportionen des Griffes mit denen der oben beschriebenen Waffe übereinstimmen. Zum Beispiel die gleichen runden Übergänge an den Griffkappenlappen.

Folgende Fotos stammen aus Argentinien.

Die Bilder zeigen einen, mit dem Firmenzeichen von "Clemen & Jung" versehenen Kavalleriesäbel, der von Deutschland nach Argentinien exportiert wurde.

Anhand des Herstellerzeichens (hier nicht abgebildet) läßt sich der Zeitraum der Herstellung auf nach 1860 eingrenzen.

   

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